Es ist wirklich passiert – unsere Radtour ist zu Ende.
Und wie es sich für den letzten Tag gehört, hatte auch dieser nochmal alles dabei: schwere Beine, schwitzende Rücken, Soulfood und das große Finale mit dem Gefühl von: Yes. We did it. 🥹
Heute früh sind wir aufgewacht wie zwei alte Spatzen mit richtig starkem Muskelkater. Die Beine waren nicht nur schwer – sie wurden mit jedem Kilometer noch schwerer. Trotzdem sind wir gefahren. Weil wir wussten: Das ist der letzte Tag. Nur noch durchhalten. (Auch das Sitzen war mittlerweile gar nicht mehr angenehm… da half nicht einmal die gute Musik oder ein Podcast).
Unsere Stimmung war… naja… gesunken. Wir wollten nur noch eines: ankommen!
Nach 92 Kilometern war’s dann endlich so weit. Wir rollten mit letzter Energie direkt zum Fahrradgeschäft, gaben unsere Räder ab – und dann kam der Moment, auf den wir eigentlich gar nicht gewartet hatten:
Wir bekamen unsere großen Rucksäcke zurück. 🎒😩
Und puh – wenn man die zwei Wochen lang nicht getragen hat, fühlen die sich plötzlich an wie zwei Backsteine mit Beinen. Also nix mit entspannt ins Hotel spazieren – sondern erstmal mit 100 Kilo am Rücken (gefühlt) durch die halbe Stadt - keine Angst, es waren vielleicht gerade einmal 20 Kilo.
Das Erste, was wir im Hotel gemacht haben? Richtig:
Radhose weg. Radshirt weg. Alles, was stinkt und mit Radfahren zu tun hat – raus damit und ab in den Müll. 👋🚴♀️ Wir brauchen das jetzt nicht mehr und es wär nur unnötiges Gewicht.
Danach ging’s auf Essenssuche – und diesmal hatten wir richtig Glück. Gleich ums Eck war ein veganes Restaurant, super gemütlich, leckeres Essen, genau das, was wir nach so einem Tag gebraucht haben 💚 Es gab zwei vegane Suppen mit gaaaanz viel Gemüse. Und natürlich durfte eine (oder drei) Nachspeisen dann nicht fehlen.
Zurück im Hotel wollten wir eigentlich kurz rasten… aber wie’s halt so ist: Es wartete schon die nächste Aufgabe.
Das Wetter wird kühler – also warme Jacken kaufen. Unsere sind eindeutig nicht mehr ausreichend. Also raus aus dem Bett, rein in die Stadt.
Wir haben zwar Pullis und lange Sachen mit, doch die aktuellen Temperaturen sind wie im Winter. Da reicht unsere Kleidung nicht mehr aus. Und wenn man schon die Einheimischen mit Daunenjacke und Mütze herumspazieren sieht, dann weiß man - es ist wirklich kalt.
Eine Stunde lang liefen wir durch die Läden – und fanden… nichts. Überall nur kurze Kleidung, Sommervibes, null geeignet für die kommenden Tage. Hier und da fanden wir dann einige Markengeschäfte, aber so viel wollten wir dann doch nicht ausgeben. Also: Jacken-Shopping wird auf morgen verschoben - wenn unsere Energie wieder vollkommen zurück ist 😅
Kosi hatte dann noch Lust, ein paar Anime-Shops abzuklappern – ich ließ ihn da lieber allein los und gönnte mir stattdessen eine Fuß- & Nackenmassage 💆♀️ Mein Körper hat sich’s sowas von verdient. Es war ein kleines Stück Himmel. Gerade als ich fertig war, sah ich Kosi von Weitem mit einem Grinsen im Gesicht und einem Pizzakarton im Arm auf mich zu kommen - warum überrascht mich sowas eigentlich gar nicht mehr 😅
Danach ging’s für uns nur noch ins Bett.
Endlich.
Diese Radtour war… intensiv.
15 Tage. Keine Ruhetage in der letzten Woche.
Wir sind beide eigentlich sportlich, aber das war selbst für uns richtig heftig.
Am Ende waren es:
📏 1.144 Kilometer
📈 22.753 Höhenmeter
…und das mit Gepäck, bei starkem Wind, Hitze, Regen, Autobahnabenteuern und sehr begrenztem Komfort 😅
Wir würden die Tour sofort wieder machen – aber vielleicht nächstes Mal mit 2–3 extra Pausentagen und etwas besserem Wetter 😅☀️
Da haben wir übrigens unsere Räder her: https://mathewbike.com/en/
Wir hatten zwei Gravel Bikes mit insgesamt vier Rucksäcken, vier Lichtern, zwei Schlösser und vier Ersatzreifen und haben für 15 Tage je 205€ pro Rad gezahlt. Und wir können euch sagen: es hat sich ausgezahlt! Die Räder waren spitze und die Vermietung verlief reibungslos. Auch heute bei der Rückgabe waren alle durchwegs freundlich und innerhalb von fünf Minuten erhielten wir sogar ein eigenes Zertifikat und gaben damit unsere Räder wieder ab.
Jetzt heißt es erstmal:
Erholung. Schlaf. Essen. Und ankommen.
Unser Körper schreit danach.
Unsere Popschis sowieso. 😄
Bussi Baba,
Kosanni 💛
(aber diesmal ohne Radlerhorts)
Kommentar hinzufügen
Kommentare